Sie trampeln durch die Heide
Walking Sport

Sie trampeln durch die Heide

4.8
(4)

Das Büsenbachtal hatte ich euch in einem der letzten Beiträge ja schon vorstellt und gezeigt. Heute sollte es zum Walken genau dort hin gehen. Gesagt getan und den Wald voller Jäger hinter einem gelassen, ging es mit dem Auto ins Büsenbachtal. Am Ziel angekommen war es dann gar nicht so einfach einen Parkplatz zu ergattern. Wir haben November, es sind 16°C und Sonnenschein. Dank Corona und allen Verboten hatten unzählige Menschen die gleiche Idee. Sie trampeln durch die Heide. Wenn ich ewig nach einem Parkplatz suchen muss ist der Spaß eigentlich schon vorbei. Nagut, einmal dort angekommen kann man auch eine Runde laufen.

Massentourismus in der Heide

Auto geparkt und ab geht’s in das Naturschutzgebiet mit den Heidschnucken. Nach den ersten 500 Metern eröffnete sich dann das Grauen vor einem. Die geschützte Heidefläche und Wald Randgebiete mutierten zu Liegeflächen für Wochenendtouristen und Spielplätzen für Kinder. Hinzu kam dann ein Lärmpegel der einen bereits nach 10 Min. extrem nervte. Also einen Schritt schneller und hoffen das sich die Masse an Menschen schnell verteilt.

Falsch gedacht. Nach etwa 2km auf dem Pferdekopf, einem kleinen Aussichtsberg im Büsenbachtal, angekommen zeigte sich das 100 Menschen die gleiche Idee hatten. Also schnell 2 – 3 Bilder gemacht und Abmarsch. Weg von den Massen in den Wald und Richtung Moorseen im Tal.

Hinter den beliebten Plätzen wurde es dann endlich lichter und vor allem ruhiger. So ließen sich noch ein paar Meter machen und landete dann schnell wieder in den Besucherströmen. Nichts gegen viele Besucher aber müssen alle durch die Heide trampeln und einen Krach wie auf dem Jahrmarkt machen? Leider ja. Also schnell weiter an überfüllten Mülltonnen vorbei zurück zum Auto.

Das ansässige Kaffee hatte einen Verkaufswagen aufgestellt und die Massen deponierten dazu dann ihre Kaffeebecher und Kuchenverpackungen in überquellende Mülleimer. Bald ist es dann das Kaffeebechertal ….

Fazit: Entweder in der Woche dort laufen oder doch lieber auf versteckten Pfaden durch die Wälder streifen. Aber so, NO.

Nachtrag in eigener Sache:

Es ist erstaunlich wie sehr immer auf Sportlern oder die Mountainbiker geschimpft wird wenn es um solche Ausflugsziele und Landschaftsschutzgebiete geht. Oder die Hundehalter. Ich muss ehrlich sagen das ich als Walker und Biker in diesen Regionen unterwegs bin und absolut keine Anspannungen zwischen Spaziergängern oder Radfahrern bemerken kann. Im Gegenteil. Bitte und Danke helfen immer und ein bisschen Rücksicht sollten beide Seiten nehmen. Alles ohne Probleme.

Schlimmer sind die Besucher die alles zertreten, dauerhaft in Beschlag nehmen oder vermüllen. Es sind in der Regel NICHT die Sportler.

Wie hilfreich war dieser Beitrag?

Klicke auf die Sterne um zu bewerten!

Durchschnittliche Bewertung 4.8 / 5. Anzahl Bewertungen: 4

Bisher keine Bewertungen! Sei der Erste, der diesen Beitrag bewertet.

Es tut uns leid, dass der Beitrag für dich nicht hilfreich war!

Lasse uns diesen Beitrag verbessern!

Wie können wir diesen Beitrag verbessern?

6 Kommentare

  • Sara

    Ein sehr realistischer Beitrag, der zum Nachdenken anregt. Bei uns sieht es in den Wäldern auch leider nicht anders aus (mich wundert es ehrlich gesagt, wie viele WG’s es doch gibt, wenn mir eine Gruppe von 10 Frauen entgegen kommt 🤭) Jeder gibt in diesen Tagen eben sein Bestes, um sich wohl zu fühlen und frei zu sein. In diesem Sinne: der Wald ist für alle da 😀 Viel Spaß auf deinen weiteren Ausflügen

  • Michael

    Ich bin zwar kein Sportler, sondern lediglich ein „Genußwanderer“. Ich suche die Ruhe und Stille, und bleibe auch durchaus mal 10 oder 15min an einem schönen Platz zum genießen. Und da kann ich bestätigen, das durch das böse „C“ wirklich vielmehr draußen sind als normal.
    Übrigens: Ich hinterlasse niemals auch nur eine Kleinigkeit. Sogar Obstabfälle nehme ich immer wieder mit!

  • Ines

    Schrecklich. Mich juckt es immer in den Finger, sobald ich Kinder oder Erwachsene abseits der Wege sehe. Vor allem weil sie meist, wie von dir schon beschrieben, Müll und zertrampelte Natur hinterlassen. Ich finde leider auch, dass die Ignoranz mittlerweile immer größer wird. Schade!

    LG
    Ines

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: